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Kompression messen dadurch falsche Steuerzeiten ekennen?

Letzte Änderung am 29.07.2016 21:18 Uhr


vfr_800

V50 T5 LPG
Bj. 2005

06.07.2016 8:59 Uhr

Hallo zusammen.

kurze Erklärung:
die ZKD war defekt, minimaler Kühlwasserverlust. Darauf wurde diese erneuert und ebenfalls der Zylinderkopf geplant.
Seit dieser Reparatur fühlt sich de Motorcharakteristik einfach bescheiden an.
Er startet zwar sauber und ohne Probleme, allerdings zeigen sich immer solche Phänomene:

Während der Beschleunigung auf halbgas kurze Leistungslöcher (eine Sekunde wie Gegenwind).
Im Leerlauf unruhiger Motorlauf, wobei unruhig eher auf kleine "Stöße" bezogen ist - also ein mechanisches Gefühl der Unruhe
Im Schubbetrieb, bergab, ruckelt er dezent und im Standgas im 1. oder 2. Gang (stockender Verkehr) ist die Beschleunigung eher wellenartig.

Die Sensoren wie LMM, Benzindruck und Drosselklappen wurden geprüft. Keine Auffälligkeiten.
Lambda liegt auch bei 1.

Er war auch wieder in der Werkstatt.
Die Werkstatt hat die Steuerzeiten "geprüft", ich denke jedoch nur über die Markierungen an den Nockenwellenrädern.

Jetzt überlege ich weitere Schritte.

Erkennt man ein Problem der Steuerzeiten wenn man die Kompression misst? Den vorherigen Wert (vor der Reparatur) habe ich sogar.

Gibt es hier überhaupt eine zuverlässige Prüfung?

Eine kurze Info freut mich wie immer.

Vielen Dank im Voraus

Dan.

06.07.2016 16:03 Uhr

Um welchen Motor und A3 geht es? Bei einem Kompressionstest wirst du falsche Steuerzeiten nicht erkennen, du solltest aber mal einen machen um zu schauen ob auch alles dicht ist. Zusätzlich kannst du noch ne Dichtheitstest der Zylinder mit Luftdruck machen. In meinem aktuellen Fall sind auf einem Zylinder nämlich die Auslassventile undicht, das fällt bei einer reinen Kompressionsmessung nicht zwangsweise auf und ist auch bei ausgebauten Kopf nicht zu sehen außer man testet da explizit drauf.

Ansonsten würde ich dir empfehlen noch mal ALLE Schläuche sowohl Ladeluftstrecke als auch Unterdruckschläuche zu prüfen.

vfr_800

V50 T5 LPG
Bj. 2005

28.07.2016 14:46 Uhr

Entschuldige die späte Antwort, war leider etwas verhindert.

Es ist kein VW Motor, sondern ein 2.5 5 Zylinder Reihe mit Turbo.
Grundsätzlich interessiert mich folgendes:

Im unteren Drehzahlbereich zieht er schlecht und "muckt" auch gerne rum. Bei Halbgas zum Beispiel beschleunigt er bis 1900up/m, dann gibt es ein kurzes Loch, dann zieht er durch.
Der Turbo baut ordentlich Druck auf und zieht in dem Bereich auch sauber durch.
Laut Prüfstand wurden 240 PS gemessen (laut Schein 220PS), Drehmoment passt auch.

Keine Fehler abgelegt, Einspritzzeiten sind synchron, LMM arbeitet sauber etc.

Meine Vermutung ist - und da wäre nun ein Kenner gefragt - das im unteren Drehzahlbereich die Ventilsteuerung nicht passt.
Sind die Öffnungs- und Schließzeiten variabel zur Drehzahl?

Vielleicht "übersteuert" der Turbo auch alles wenn er einsetzt (ab ca. 2000 UP/m) so dass das eigentliche Problem kaschiert wird.

Da bin ich leider nicht in der Materie drin.

NForce112

A3 2.0 TFSI BWA
Bj. 2008

28.07.2016 16:39 Uhr

Da dein Motor eine Stufenlose Ventilsteuerung für Ein und Auslassseite besitzt, würde ich mal den Fehler in diesem System Suchen ... ggf. Stecker nicht drauf oder was Falsch zusammen gebaut ?

VCDS Diagnose + Codierung im Ruhrgebiet, SDS / GRA Nachrüstung

vfr_800

V50 T5 LPG
Bj. 2005

28.07.2016 18:58 Uhr

Meine Befürchtung ist ebenfalls dass etwas nicht korrekt zusammengebaut wurde.
Ein Stecker saß tatsächlich nicht richtig, dafür habe ich dann 70 Euro für einen Nockenwellensensor ausgegeben weil er angezeigt wurde. Beim Tausch der beiden Sensoren untereinander trat der Fehler dann aber nicht mehr auf, vermutlich weil ich den Stecker einfach mal richtig zusammengesteckt und eingerastet habe.
Steckverbindungen an den Einzelzündspulen habe ich mit Elektronikspray behandelt, ebenfalls alle anderen Stecker die was mit den Nockenwellenpositionssensoren oder Verstellern zu tun haben abgezogen, gereinigt etc.

Aber was kann noch sein?
Wenn der Zylinderkopf geplant wird, sollte man doch eigentlich die Ventile raus nehmen, oder?
Dabei werden, laut einer Volvo Werkstatt, die Ventilschaftringe minimal beschädigt was wiederum auf kurz oder lang zu einer Undichtigkeit führt.

Wenn man die Ventile wieder einsetzt müssen diese neu eingestellt werden?
Wenn dies nicht passiert, kann es sein dass die Ventile bei niedrigen Drehzahlen bis zum "Turbo-Kick" einfach nicht sauber arbeiten/schließen/was auch immer...? Und dann, im höheren Bereich, einfach der Druck des Turbos ausreicht um diesen "Schaden" zu überspielen?

Allerdings frage ich mich dann auch ob das überhaupt sowas "drastisches" sein kann, schließlich wurde auf dem Prüfstand ein Leistungsplus gemessen...

Das ist so extrem ärgerlich.

NForce112

A3 2.0 TFSI BWA
Bj. 2008

29.07.2016 10:36 Uhr

Ich meine mich Erinnern zu können, das man bei Volvo eine Art Nullstellung haben mußte ... hinten an der Nockenwelle ist eine Absteckmarkierung wo ein Werkzeug reinpasst in einer bestimmten Stellung. Wenn die Ventilschaftringe durch sind, hast du erstmal ne blaue Wolke weil er darüber dann Öl verbrennt.

VCDS Diagnose + Codierung im Ruhrgebiet, SDS / GRA Nachrüstung

vfr_800

V50 T5 LPG
Bj. 2005

29.07.2016 12:46 Uhr

Korrekt, das passt auch alles. Wie gesagt, es gibt auch keine Meldung der Sensoren dass hier etwas nicht passt. Er müsste doch eigentlich wie ein Sack Nüsse laufen wenn zum Beispiel der Riemen um einen Zahn versetzt ist?

Ich denke ich werde darauf pochen dass sie die Kompression kalt und warm messen und zudem einen Drucktest machen.
Dann sollte sich ja im Grund ein undichtes (weil entweder defektes oder falsch eingebautes, oder verstelltes) Ventil bemerkbar machen?

NForce112

A3 2.0 TFSI BWA
Bj. 2008

29.07.2016 21:18 Uhr

Nicht unbedingt ! Die Ventilsteuerung kann das ja ausgleichen bis zu einem Gewissen Grad ! Ließ mal die Messwerte aus ... das sollte Klarheit bringen.

VCDS Diagnose + Codierung im Ruhrgebiet, SDS / GRA Nachrüstung
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