Endstufen

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Ein kleiner Hinweis vorweg: Diese Tipps sind, was die Markenempfehlungen angeht, KEINESWEGS das Nonplusultra und die einzig Richtigen. Es ist lediglich der Versuch, den Einsteiger von vornherein in die richtige Richtung zu lenken! Quasi eine Zusammenfassung der persönlichen Erfahrungen der Autoren, z.T. gepaart mit Testergebnissen diverser Magazine und Car-Hifi-Einbauer. Wer die Suchfunktion benutzt, wird einige Threads finden, in denen immer wieder Neulinge mit Problemen an ihren Billiggeräten ins Forum kommen und sich betrogen fühlen, sei es durch mangelhafte Leistung ihrer Ware oder des Supports... Man kann auch mit sehr billigen Sachen - wenn auch begrenzt- Spaß haben. Man muss sich aber stets drüber im Klaren sein dass man oft für einen relativ geringen Aufpreis deutliche höhere Ausstattung/Leistung/Qualität erhält. Es lohnt sich also, schon gleich von Anfang an in bessere Qualität zu investieren, als nach dem absolut Billigsten Ausschau zu halten... Natürlich schöpfen alle Komponenten ihr ganzes Potential nur in entsprechender Umgebung aus. Vernünftiger Einbau und Verkabelung sind also das A&O einer CarHifi-Installation!

Wenn man mit CarHifi beginnt gibt es - wie überall - eine einfache Regel die besagt: "Wer billig kauft, kauft zwei mal! Darauf basierend haben wir - um Anfänger vor eventuellen Fehlkäufen zu bewahren - mal einige Informationen zusammengetragen die einem Einsteiger mal einen Überblick verschaffen sollen wofür man sein Geld am besten ausgibt bzw. es lieber sein lässt!

Grundsätzlich geht es bei Neuware erst ab einer bestimmten Preisklasse los, bei der es sich wirklich LOHNT Geld dafür auszugeben, dann bekommt man i.d.R. Komponenten die eine brauchbare Qualität haben, ordentlich klingen und - ganz wichtig - auf DAUER Spaß bereiten!

Unterhalb der preislichen Schwelle zu "brauchbaren" Geräten gibt es im Prinzip noch zwei Kategorien, auf die im Folgenden näher eingegangen wird:

1.) Der wirkliche "Ramsch":

Ware, die sich nach dem Kauf (im absoluten Tiefpreissegment) oftmals schon optisch durch undurchdachtes/wenig gelungenes Layout hervortut. Klanglich liefern solche Gräte dann leider auch nicht das, was man sich eigentlich erwarten würde. Viele dieser Geräte sind Massenware schlechter Qualität aus Fernost, häufig mit geschönten Leistungsangaben und oft Unzufriedenstellenden Klang.


>>> Herstellerliste folgt <<<

Einige Belege für o.g. "Qualität" finden sich u.a. hier:

Des Weiteren: die "Nepp im Web"-Artikel über Novex & Kingstech:

Test der Autohifi-World zu (beides PDF):

  • Rockwood & Jackson
  • Shark

Einige Beispielbilder des Innenlebens solcher Produkte:

2.) Das Einsteigermaterial einiger bekannter Hersteller wie Magnat, Pyle, etc.:

Diese Produkte sind qualitativ meist eine ganze Ecke über erstgenannter Kategorie einzuordnen und für sich betrachtet teilweise auch brauchbar. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass häufig das Preis/Leistungs-Verhältnis nicht stimmt. Andere (z.T. unbekanntere) Marken haben oftmals für den gleichen Kurs bessere Ware im Regal. Zudem bieten leider auch namhafte Hersteller Geräte an, die als Massenartikel entworfen wurden und dementsprechend klingen. Als Beispiel seien hier die immer noch weit verbreiteten Papp-"Bassrollen" genannt.

>>> Herstellerliste folgt <<<


Nachfolgend einige Firmen, die im Einsteigerbereich SEHR BRAUCHBAR sind und die man - unter Berücksichtung des jeweiligen Einsatzzweckes - im Prinzip bedenkenlos kaufen kann, also zu o.g. brauchbaren Einstiegsklasse gehören:

Endstufen:

  • Audio System
  • Axton
  • CAP
  • Emphaser
  • Carpower
  • ESX
  • Ground Zero
  • Hifonics
  • Helix
  • Lightning Audio
  • Rockford
  • Rodek
  • Steg
  • Xetec
  • ...

Subs:

  • Audio System
  • Axton
  • Dietz/Boa
  • Emphaser
  • ESX
  • Helix
  • Intertechnik
  • JL (u.a. 12W0)
  • Lightning Audio
  • Rockford
  • Ground Zero
  • ...

Lautsprecher:

  • Axton
  • Canton
  • CAP
  • Dietz/Boa
  • Focal
  • Helix
  • Hertz
  • Phonocar
  • Velocity
  • ...

Radios:

  • Pioneer
  • Clarion
  • Alpine
  • Blaupunkt

Es gibt natürlich noch viele andere gute Marken, hier alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen... Die Liste ist wie gesagt keineswegs der Weisheit letzter Schluss und ein Probehören sollte dem endgültigen Kauf in jedem Fall vorangehen!

Als grober Preisanhalt mal was man MINDESTENS investieren sollte (Neuware) um brauchbare Ergebnisse zu erzielen:

4-Kanal Endstufe um einen Sub + ein Paar Lautsprecher anzutreiben: um 150 Euro (Carpower, Helix, Axton, etc.)

Subwoofer: um 100 Euro (Audio System, Sinus Live, Axton, etc.)

Lautsprecher: ab 60 Euro (z.B. Helix Blue, Sinus Live, etc.), besser 100 oder noch mehr, da die VORDEREN Lautsprecher maßgebend für guten Klang sind...

Radio: ab ca. 140 Euro, z.B. Clarion 348, Pioneer 3600, etc.

Nicht zu vergessen: Gute, dicke Stromkabel und hochwertige Verteiler, Sicherungshalter, etc., gute Cinchkabel und nicht zuletzt Material für die Türdämmung, alles zus. ab ca. 100 Euro...

Dazu noch ein paar Grundregeln:

  • Lautsprecher gehören zuerst mal nach vorne, auf hintere Lautsprecher kann i.d.R. komplett verzichtet werden, gegen einen dezenten Rearfill spricht aber natürlich nichts wenn das Frontsystem stimmt, also erst vorne investieren, dann u.U. hinten...
  • für die Endstufe muss ein ausreichend dimensioniertes Kabel gelegt werden, es empfiehlt sich beim Kabelkauf nicht unter 20mm² zu gehen um bei einem Endstufenneukauf nicht gleich das ganze Kabel mittauschen zu müssen... (Verkabelungsguide unten in den Links)
  • es ist grundsätzlich besser wenn eine Endstufe mehr Leistung bringt als die Lautsprecher vertragen, sie muss dann nicht die ganze Zeit im Grenzbereich laufen und verzerrt deshalb nicht stark im Grenzbereich! Lautsprecher sterben eher an zuwenig Leistung als an zuviel!
  • Bassrollen sind generell nicht empfehlenswert und ein Gehäusesub immer vorzuziehen: Mangelnde Stabilität (meist aus Pappe!), dadurch schlechter und dumpfer Klang, und da nur/hauptsächlich in den unteren Preisregionen und bei den "Billigherstellern" im Sortiment vorhanden (nicht ohne Grund...) meist mit miserablen Chassis bestückt
  • Dämmung und Stromversorgung sind maßgeblich bei einer Anlage! Wenn diese beiden Punkte ausreichend erfüllt sind kann man selbst aus billigen Komponenten enormes rausholen! Teure aber schlecht verbaute Sachen bringen dagegen nichts...
  • generell ist es die sinnvollste Lösung wenn man nicht so viel Geld hat am Anfang die Sachen nach und nach zu kaufen! Nicht für 300 Euro die komplette Anlage kaufen weil grad nicht mehr Geld da ist, der falsche Weg! Dann halt erst Radio + Lautsprecher, dann ne 4-Kanal + Kabel usw. dazu, dann evtl. der Sub... Alles schön langsam dafür hochwertige Sachen, denn: Wer billig kauft, kauft zweimal!
  • als Einsteiger erst über das Zielprodukt informieren, dann evtl. kaufen! Wie oft kommen hier Leute her: "Hallo, ich hab mir die Bassrolle XYZ geholt, wie ist die denn so?", wenn man denen dann sagt dass sie Mist gekauft haben und dass sie sich doch vorher hätten informieren können sind sie sauer... Selber Schuld - also erst informieren, dann kaufen, dann passiert so was nicht...
  • generell ist auch bei kleinen Anlagen ein Powercap zu empfehlen, ab gut 500 Watt RMS ist er (oder ggf. Zusatzbatterie(n) Pflicht, dabei ebenfalls keine Billigprodukte kaufen, die besten 1-F Caps kommen von Brax bzw. Helix, sind beide um 100 Euro zu bekommen und damit nicht viel teurer als die "billigen", der Qualitätsunterschied dagegen ist teilweise enorm...
  • Dennoch: Ein Powercap ist nicht die Universallösung für Stromprobleme wie Lichtflackern oder so, dieses ist i.d.R. eher auf zu dünnes Kabel, defekte Batterie oder zu schwache Lichtmaschine zurückzuführen, in so einem Fall würde ein Cap nicht wirklich was bringen. Ein Grund mehr, von Anfang an dicke (20mm²+) Stromkabel zu verlegen!
  • ab ca. 1000 Watt RMS ist eine Zusatzbatterie/ bessere Starterbatterie im Prinzip Pflicht, wer 1 kW mit der Standartbatterie spazieren fährt verschenkt jede Menge Potential!
  • Noch mal Thema Stromkabel: Hier ein paar Richtwerte für welche Leistung welcher Kabelquerschnitt mindestens zu empfehlen ist: Generell nicht unter 16er (16mm²), ab ca. 300-400 Watt empfiehlt es sich schon 20er zu nehmen! Ab 500 Watt 35er, ab 700-800 Watt darf’s dann ruhig 50er sein, das reicht dann bis maximal gut 1400 - 1500 Watt, da drüber sollte dann der Strom ohnehin von einer Zusatzbatterie im Kofferraum kommen, für dann kurzen Kabelwege reicht dann auch wieder 35er, je nach Einzelleistung der Endstufen auch 50er... (dann direkt von der Batterie abgegriffen). Verkabelungsguide
  • Kabel lieber zu dick wählen als zu dünn! Wenn man später mal aufrüsten will, muss man nicht den ganzen Kabelsalat neu kaufen und dickeres Kabel kostet nicht viel mehr als ein dünnes - diesen Mehrpreis sollte man in Kauf nehmen.
  • genauso bei den Lautsprecherkabeln: generell 2,5mm² nehmen, nicht weniger. Kostet kaum mehr als 1,5er und man kann es später auch für neu gekaufte größere/stärkere LS nehmen. 4mm² oder noch mehr braucht man nur bei heftig bestückten Doorboards/Kickpanels o.ä....
  • Subwooferkabel sollte nicht unter 4mm² sein, das langt dann aber bei den kurzen Wegen auch locker bis 600-700 Watt RMS, darüber nimmt man eben 6mm² oder noch mehr...
  • Ein viel zu dünnes LS- und Subwooferkabel verschenkt ebenfalls unnütz Klangpotential! Die paar Euro MEHR investiert gegenüber 1,5er rechnen sich da gewaltig!
  • Cinchkabel: als grobe Faustregel kann man sagen dass ein gutes, geschirmtes Cinchkabel (5m) ab etwa 25 Euro zu haben ist.
  • generell empfiehlt es sich kein komplettes Kabelset zu kaufen sondern die Sachen einzeln zusammenzustellen, kostet zwar i.d.R. etwas mehr, aber wer bei der Kabellage spart, spart sowieso am falschen Ende, fertige gute Sets gibt es leider nur sehr selten...

Kurze Erklärung noch zu den verschiedenen Gehäusevarianten für einen Sub:

Jeder Sub hat charakteristische Eigenschaften. Die werden von den so genannten Thiele-Small-Parametern beschrieben. Anhand der Parameter kann man errechnen, für welche Art (und Größe) eines Gehäuses ein Sub geeignet ist.

  • geschlossenes Gehäuse: auf guten sauberen Klang getrimmt, sehr gute Impulswiedergabe, fast linearer Frequenzgang, aber: verhältnismäßig wenig Druck, schlechter Wirkungsgrad, also eher für die "Schönhörer"
  • Bassreflexgehäuse: "Kompromiss" zw. geschl. und Bandpass, spielt druckvoll und kann gezielt (aber trotzdem noch homogen klingend) auf eine Tuningfrequenz hin abgestimmt werden. Höherer Wirkungsgrad als die geschl. Variante.
  • Bandpass: auf maximalen Schub (Druck) in einem sehr kleinen Frequenzbereich abgestimmt, sehr hoher Wirkungsgrad, aber meist recht unsauberer Klang, schlechte Impulstreue... entweder auf Tiefbass oder auf Oberbass abgestimmt, beides gleichzeitig kann ein Standart-BP aufgrund seines schmalen Frequenzbereiches i.d.R. nicht...

Weitere Tipps:

  • Kabelauswahl und Verkablung der Anlage
  • Erklärungen zu Leistungsangaben
  • Power-Cap bzw. Kondensator laden
  • Einspielen von Subs
  • diverse Bauanleitungen (Türdämmung, Dobos, HT in A-Säule, etc.)
  • Onlineshops (wird noch überarbeitet!!!)
  • Wie stelle ich eine Endstufe richtig ein?


GANZ WICHTIG! Kleines Rechenbeispiel zum Soundboard

Zitat von HIER


Die Erdanziehungskraft beträgt 1 G (einfaches Körpergewicht). Diese Kraft spürt man während einer Vollbremsung. Die Beschleunigung in einem Formel 1-Wagen beträgt ungefähr 3 G, diejenige in einem Kampfflugzeug etwa 9 G. Aus einem Schleudersitz katapultiert zu werden, entspricht etwa 18 G. Eine Kollision mit dem Auto mit 50 km/h belastet den Körper mit rund 40 G. Ein Körper mit 50 kg Gewicht wird nun plötzlich 2000 kg schwer, bei 70 km/h sogar runde 3000 kg. Aber nicht nur der menschliche Körper wird 40 bis 60 mal schwerer, sondern auch die sich im Fahrzeuginnern befindlichen, nicht festgebundenen Gegenstände. Eine im Fonds liegende Cola-Büchse kann Sie bei einem Aufprall problemlos erschlagen. Je nach Kollisionsgeschwindigkeit und ihrer Ausgangslage im Fahrzeuginneren kann sie ein Gewicht von bis zu 80 kg erreichen und wird damit zum tödlichen Instrument. Ein nichtangegurtetes Kleinkind von 12 kg Körpergewicht im Fonds des Wagens überlebt eine Frontalkollision in der Regel nicht. Das Kind fliegt nach vorne, und prallt - je nach Geschwindigkeit - mit etwa 400 kg Gewicht gegen die Windschutzscheibe. Womöglich verletzt es bei seinem Flug noch den Fahrer und/oder den Beifahrer.






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